Kleine Pause für die Braut

St. Petersburg ist nicht die Stadt der Liebe. Aber eine Stadt mit wunderschönen Schlössern und Parks. Hier schießt der Hochzeitsfotograf romantische Paarfotos am See. Oder eben etwas ganz anderes. Die Idee mit der Schaukel stammt von Katja, der Braut. Auf ihren Wunsch hin wurde sie an den knorrigen Ast eines alten Baum gebunden. Nur für sie. Für dieses Shooting. Von diesem Foto ahnte sie zunächst allerdings nichts. 

George Shugol knipst klassische Portraits von seinem Brautpaar. Dann machen die drei eine Pause. Hübsch lächeln ist anstrengend, sogar am Hochzeitstag. Auch Gesichtsmuskeln brauchen Entspannung. Katja schwingt sich auf die Schaukel. Nur zum Spaß. Ein Tüllknäuel bauscht sich zwischen zwei Seilen, endlos hohe Absätze schweben in der Luft. Schwung holen. Frei sein. Egal, ob jemand guckt.

 

 

Hochzeitsfotografen machen keine Pause. Nicht in Momenten wie diesem. George schaut Katja zu und sagt kein Wort. Er fotografiert die Braut auf der Schaukel – und noch viel mehr als das. Unbeschwertheit. Eine Aufnahme, die zeigt: Die Braut darf alles. Und vor allem darf sie Spaß haben, an ihrem Hochzeitstag. Ein kleines bisschen verrückt sein zwischen Ja-Wort und Champagner-Empfang.

George sagt: „Farbe kann den Betrachter oft ablenken. Ein Foto wie dieses muss Schwarz-Weiß sein, damit es wirkt.“ Und das tut es.


Foto: George Shugol - www.shugol.com/
Text: Astrid Schwenecke - http://elbfrollein.com/

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